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Weltnaturerbe Wattenmeer



Das Weltnaturerbe Wattenmeer zwischen Bremerhaven und Cuxhaven
Ganz verschieden stellt sich auch das Watt an dieser Küste dar. Die touristische Nutzung ist aufgrund der Beschaffenheit der Strände, des Deichvorlandes und des Watts ebenfalls sehr unterschiedlich. Ebbe und Flut bestimmten schon immer das Leben an der Küste. Der stetige Wechsel des Wasserstandes ist nicht nur Maßstab für die Schifffahrt sondern muss natürlich auch von den Erholungssuchenden beachtet werden, da die Bade- und Wattlaufzeiten von der Natur vorgegeben sind. Während der Ebbe lädt das Watt vor der Wurster Küste zu ausgiebigen Wanderungen auf dem Meeresboden ein. Kommt die Flut, eignen sich die Badestrände in Wremen, Dorum-Neufeld, Cappel-Neufeld und Spieka-Neufeld ideal als Badelandschaft für Familien.

Niedersächsisches Wattenmeer Teil des Weltnaturerbes

Am Fuß der Deichlinie beginnt der Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer, der verschiedene Lebensräume vor der Küste von Cuxhaven bis zum Dollart umfasst. An der Wesermündung zwischen Bremerhaven und Cuxhaven mischen sich Süß- und Salzwasser zu Brackwasser. Die typische Tier- und Pflanzenwelt des Wattenmeeres hat deshalb an der Wurster Küste bei Wremen ganz besondere Eigenheiten. Bis Dorum verschiebt sich der Salzgehalt dann wieder in Richtung Meerwasser. Zwischen Duhnen und Berensch ist die auffällige Form des Geestkliffs mit Küstendünen charakteristisch. Auf dem Sandboden hat sich Küstenheide mit Krähenbeere und Besenheide entwickelt. Südlich von Berensch findet man zudem die sogenannten Eichenkrattwälder. Diese Küstengemeinschaft von Watt, Salzwiesen, Geestkliff und Kratt bildet eine vielfältige Landschaft mit ungeahnten Entdeckungsmöglichkeiten für Naturliebhaber und genießt als Teil des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer besonderen Schutz.

Watt zwischen Wremen und Dorum-Neufeld:

Land Wursten hat sich auf die Fahne geschrieben, in Zusammenarbeit mit der Nationalparkverwaltung seinen Gästen die Besonderheiten des Nationalparks aktiv nahe zu bringen. Anlaufstelle für alle Fragen rund um das Watt ist das Wurster Nationalpark-Haus in Dorum-Neufeld. An 363 Tagen im Jahr ist die Ausstellung „Watt-Nationalpark-Nordsee“ geöffnet. Seminare und Vorträge ergänzen das Angebot. Fast täglich werden geführte Wattwanderungen – auch speziell für Kinder und Kleinkinder –angeboten. Ein Salzwiesenschaubiotop vor dem Haus ergänzt die museale Seite. Hierbei handelt es sich auf kleinstem Raum um eine Salzwiese mit Priel, deren Fauna und Flora von Ebbe und Flut geprägt sind. Ein Holzsteg ermöglicht einen barrierefreien Zugang. Eine weitere Besonderheit ist der Vogelbeobachtungspavillon 500 Meter südlich des Dorumer Kutterhafens auf dem Deich. Von hier aus sind besonders im Frühling und Herbst Tausende rastenden Zugvögel im Deichvorland und an der Wattkante zu sehen.

Dorumer Kutter laufen zum Krabbenfang aus.

Cappel-Neufeld und Spieka Neufeld:

Die Strände in Cappel-Neufeld und Spieka-Neufeld sind weite Grünstrände vor dem Deich. Familien bieten sie ideale Bademöglichkeiten im Meer und bei Ebbe das fast endlose Watt. Charakteristisch für die beiden Strände sind die intakte Natur, Brutplätze zahlreicher Vogelarten und Salzwiesen in ihrem Ursprung. Hier kann sich jeder die frische Nordseebrise um die Nase wehen lassen und den Sonnenuntergang am Meer genießen. Von beiden Stränden aus ist die Insel Neuwerk in der Ferne erkennbar. Wattwanderungen sind auf eigene Faust möglich.
Am Strand in Cappel-Neufeld befinden sich direkt am Meer ein Textil- und ein FKK-Gelände mit Campingplatz. Das Besondere sind hier die beiden Stege, die weit ins Watt hinaus führen. Rechts und links der Holzkonstruktionen erstreckt sich die Salzwiese mit ihren charakteristischen Pflanzen. Mit jedem Schritt Richtung Meer wird die Vegetation karger, bis das Watt die Oberhand gewinnt. Ein Kleinod für jeden Naturliebhaber. Balsam für die gestresste Seele ist ein Abendspaziergang auf dem Steg, wenn gerade die Sonne im Watt versinkt.