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Kriminachtwanderung durch den Hamburger Hafen

Die Agentur "textouren" bietet inszenierte Touren durch Hamburg, bei denen man zu Fuß eine feste Strecke zurücklegt. An ausgesuchten Stationen werden Texte, Lieder und Szenen aufgeführt. Aktuell angeboten wird die Kriminachtwanderung "Tief gesunken".
Länge der Strecke: ca. 4 km, Route: Landungsbrücken - Elbtunnel - Anleger Steinwerder - Elbtunnel - Promenade - Anleger Sandtorhöft - Speicherstadt - Flussschifferkirche.
Durch die Kombination aus Fußmarsch, Krimifall und Literatur, kann man Hamburg und seinen Hafen besonders gut kennenlernen.

Krimistimmung, wenn die Sonne sinkt.

Weil Magdalena Bössen es nicht mit ansehen konnte, dass Literatur so selten an die frische Luft kommt, hat sie die Agentur "textouren" gegründet – Literatur in Bewegung.

Als Witwe Klara in Schwarz hat sie auf jeder ihrer "textouren" nur ein Ziel: ihre Zuhörer mitzunehmen – in eine besondere Stadt, in die lebendige Welt der Literatur und in die Freiheit der Hamburger Nacht.

Und so ist eine Kriminachtwanderung der besonderen Art entstanden. Auf dem rund vier Kilometer langen Fußmarsch durch den beleuchteten Hamburger Hafen gilt es, einen undurchsichtigen Mord aufzuklären. Angeleitet werden die Teilnehmer immer wieder durch "hamburgerisch" eingefärbte literarische Texte und Lyrik, die sparsamst Hinweise zur Aufklärung des Verbrechens geben.

Nachts am Hamburger Hafen

Unter dem Titel "Tief gesunken" versucht der sarkastische Kommisar (Helge van Hove) der "schwarzen Witwe" Klara (Magdalena Bössen) auf die Schliche zukommen. Hat sie ihren Mann, den Kapitän Jan, umgebracht? Oder wird sie fälschlicherweise verdächtigt?
Natürlich liegt es jetzt an der Fragetechnik und der Kombinationsgabe der Krimifreunde. Wer findet als erster die Spur des Verbrechens? Ausgesprochen authentische und stimmungsvolle Anlaufpunkte geben dem Krimi ein Gesicht - ein typisch Hamburger Gesicht. Da bekennt im beklemmend düsteren Fahrstuhl des alten Elbtunnels "Klärchen", dass sie an Klaustrophobie leidet; da wirft sie am Anleger Steinwerder weiße Rosenblüten ins Wasser - hier ist ihr ertrunkener Jan aus dem Wasser gezogen worden. Immer wieder unverhoffte und erfrischende Einlagen. Kaum zu glauben, dass sich alle 14 Krimiwanderer dazu hinreißen lassen, gemeinsam auf dem Marsch durch den Elbtunnel das Lied vom Hamburger Veermaster zu schmettern. Vor der alten Polizeiwache dann der "Showdown": immer noch kein eindeutiger Hinweis auf Schuld oder Unschuld. Ein letztes Mal nehmen die Kommissare die Witwe ins Kreuzverhör. Aalglatt windet sie sich aus jeder Falle. Die Krimifreunde sind ratlos, stochern im kriminalistisch luftleeren Raum.
Aufklärung gibt es erst in der über 100 Jahre alten Flussschifferkirche. Noch einmal konfrontiert der Kommissar Klara mit seinen Ermittlungsergebnissen. Und auch die Teilnehmer der Nachtwanderung verhören die schwarze Witwe ein letztes Mal - bei Hamburger Bier aus der Plopp-Bügelflasche und leckeren Lachsschnittchen.

Dann lichtet sich das Verbrechen.
Sie wollen wissen, wie es ausgegangen ist?
Auf der Internetseite www.textouren.com gibt es weitere Informationen, Termine und Anmeldemöglichkeiten.
Viel Spaß!

In der idyllischen Flußschifferkirche endet der spannende Spaziergang.